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62 SONDERJOURNAL Wohnbau
WERBUNG
Wohnen muss man sich leisten können!
Das Recht auf Wohnen ist ein deklariertes
Menschenrecht, das Recht auf ein leistbares
Wohnen ist ein wesentliches Fundament für den
sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft.
In Österreich funktioniert der soziale Wohnbau
dank der gemeinnützigen Wohnbauträger und
des staatlichen Fördersystems prächtig.
Zwei Millionen Österreicher- märkten kommt, schafft man
Innen haben dank des sozia- damit bei uns das Klima eines
len Wohnbaues hierzulande auf sozialen Zusammenhalt
ein leistbares Zuhause. Sie ausgerichteten Staates. Foto: Syda Productions/fotolia.com
sind in der glücklichen Lage,
für Mieten, ganze 23 Prozent Fast ein Viertel des
weniger als dafür im privaten Gesamtbestandes
Bereich aufzuwenden wäre, zu In Österreich beträgt, wie
bezahlen. Während anderswo, aus einer Studie des Vereines In Österreich profitieren nicht nur die sozial Schwächsten, sondern
wie zum Beispiel in Spani- für Wohnbauförderung her- auch der Mittelstand von der Wohnbauförderung und den gemein-
en, wo der Anteil des sozia- vorgeht, der Anteil des sozi- nützigen Wohnungsgenossenschaften. Dieser Umstand trägt viel zur
len Wohnbaus lediglich zwei alen Wohnbaus 24 Prozent sozialen Durchmischung und leistbarer Wohnraumversorgung bei.
Prozent des Gesamtwohnbe- des Gesamtwohnbestandes.
standes ausmacht, es immer Einen höheren Prozentsatz
wieder zu Immobilienblasen gibt es lediglich in den Nie- 32 Prozent. Nur stehen in Ös- liche Familieneinkommen
und aufgeheizten Wohnungs- derlanden, dort sind es gar terreich die Türen nicht nur bei Wohnungen in Miete gilt
den sozial Schwächsten offen, bei einer Haushaltsgröße von
auch der Mittelstand profi- einer Person: € 35.000,- oder
tiert vom sozialen Wohnbau. zwei Personen: € 55.000,-.
freie Wohnungen In den Niederlanden wurde Der Betrag erhöht sich für
erst vor ein paar Jahren, auf
jede weitere Person um €
in GERERSDORF Empfehlung der EU-Kom- 7.000,-.
mission, nach einer Klage
eines Vermieterverbandes, Jährlich rund 15.000
die Einkommensgrenze von Wohnungen errichtet
ca. 53 m² - 71 m² Wohnnutzfläche 38.000 Euro auf 33.000 Euro Der wichtigste Player im sozi-
in Miete (Betreutes Wohnen) brutto pro Jahr und unabhän- alen Wohnbau sind zweifellos
Toplage: ruhig, ca. 10 Min. bis St. Pölten gig von der Anzahl der Be- die gemeinnützigen Wohn-
Eigenmittel € 6.990,- wohner des Haushaltes nach bauträger, sie bewirtschaften
barrierefrei (z.B. Aufzug) unten verschoben. In naher zwei Drittel dieses Sektors.
Terrasse oder Balkon/Loggia Zukunft ist daher die Gefahr Der Neubau des sozialen
PKW-Abstellplatz einer Ghettobildung nicht Mietwohnungssegments wird
kontr. Wohnraumlüftung ausgeschlossen. ganz von den Gemeinnützigen
EKZ: 9 kWh/m²a = Passivhaus übernommen. Jährlich wer-
Förderung vom Land NÖ Obergrenze bei uns den an die 15.000 Wohnungen
in NÖ höher gefördert errichtet. Das sind
In Niederösterreich hingegen 30 Prozent der gesamten Neu-
darf das höchstzulässige Jah- bauten, ein Faktor, der Öster-
reseinkommen (netto) aller reich im EU-Vergleich klar
BewohnerInnen bei der För- zur Nummer 1 im sozialen
derung einer Wohnung im Wohnbau macht.
Wohnungseigentum bei ei-
www.facebook.com/wav.wohnen ner Haushaltsgröße von einer Spitzenreiter im
Person: € 40.000,- oder zwei sozialen Wohnbau
Personen: € 65.000,- nicht Österreichweit gehört Nie-
www.wav-wohnen.at überschreiten. Der Betrag er- derösterreich gemeinsam
02846 / 7015 höht sich für jede weitere Per- mit dem Burgenland zu den
Wohnbauplatz 1 | 3820 Raabs an der Thaya son um € 8.000,-. Spitzenreitern des sozialen
Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgen. „Waldviertel“
Als Obergrenze für das jähr- Wohnbaus. Rund 60 Prozent

