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28  Gesellschaft SOZIALES                                                        GESELLSCHAFT Soziales 29
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 Club 81- in der Gemeinschaft liegt die Stärke!








 Von Geburt an im Rollstuhl sitzend, lässt sich der St. Pöltner Josef   hilfe gegeben”, erinnert sich Schoisen-  es aber positiv sehen, im Vergleich zu den 80-er Jahren, als wir
 Schoisengeyer trotzdem nicht daran hindern, seit Jahren für die   geyer, der seit 1983 die Obmannfunktion   den Club gegründet haben. Da hat sich schon sehr viel getan”,
 Integration behinderter Menschen in der Gesellschaft zu kämpfen.   innehat, an die Anfangszeit, „auch die   reüssiert Schoisengeyer, dessen Ideen und Vorschläge bei vie-
 Darum gründete er vor mehr als 25 Jahren gemeinsam mit seinem   Diözese, besonders Bischof Franz Žak   len Bauvorhaben schon in die Planung miteinbezogen werden.
 Freund Franz Zichtl den „Club 81”, einen Club für behinderte und   hat uns unterstützt.”  Etwa beim Krankenhausbau, bei der Fachhochschule, Garten
 nichtbehinderte Menschen.  Der Clubraum 2 im Hipppolythaus St.   Tulln, beim Neubau der Bezirkshauptmannschaft oder bei der
 Pölten in der Eybnerstraße 5 ist nach   Schallaburg.
 „Es hat ja damals nichts gegeben”, er-  wie vor der Treffpunkt des umtriebigen   „Wir müssen uns aber immer wieder bemerkbar machen, dabei
 innert sich Josef Schoisengeyer an die   Vereines. Vor allem auch deswegen, weil   belegen Zahlen, dass die Zusatzkosten für einen behindernge-
 frühen 80-er Jahre, „mehr oder weniger   das  Hippolythaus barrierefrei erreichbar   rechten Bau etwa dem der Kosten der Baustellenreinigung ent-  Die Clubabende an jedem zweiten Donnerstag beginnen jeweils um
 keine Vereine, die sich für behinderte   ist, gewissermaßen ein behindertenge-  sprechen”, so der Club 81-Obmann, „nachher wird es wesent-  18 Uhr. Das monatliche Clubcafé am 1. Samstag im Monat beginnt
 Menschen eingesetzt haben.” So nahmen   rechter Gebäude-Pionier der Landes-  lich teurer, wenn man entsprechende Adaptionen am Gebäude   um 15 Uhr, jeweils im Clubraum 2 im Hippolythaus in St. Pölten.
 fünf Personen, darunter Franz Zichtl,     hauptstadt. Es befinden sich außerdem   durchführen muss.” Er versteht, wenn es bei Altbauten natürlich
 Alois Pulker, der als erster Obmann   natürlich Behindertenparkplätze in der   schwierig ist, das zu handhaben, aber nicht versteht er, wenn
 agierte und Josef Schoisengeyer gemein-  Tiefgarage, die Türen sind mit elektroni-  Arztpraxen oder Rechtsanwaltsbüros nicht für Menschen mit   Unaufhörlich ist Schoisengeyer dabei, „anzuregen, aus St. Pöl-
 sam die Sache in die Hand, unterstützt   schen Türöffnern ausgestattet.   Behinderung erreichbar sind.   ten eine Musterstadt zu machen, aber das geht nicht allein, das
 vom damaligen Pressehaus-Chef Herbert   Vorrangiges Ziel von Schoisengeyer und   schaffe ich nur in Zusammenarbeit mit den anderen”, vor allem
 Binder. „Er hat uns sozusagen Geburts-  seinen MitstreiterInnen ist „die Leute zu   Barrierefreiheiheit ist nicht nur für eine kleine   seinen Vereinsmitgliedern (zurzeit 300, wobei zwei Drittel nicht
 motivieren, für eine Integration behin-  Gruppe von Menschen vom Vorteil  behindert sind). „Allein geht da gar nichts”, und so wird bei vie-
 derter Menschen.” Eine Vision trägt er   „Wir fordern ja nicht nur für eine kleine Gruppe, Barrierefrei-  len Vereinstreffen immer wieder diskutiert, aber auch viel gefei-
 Immer wieder wird Josef Schoisengeyer bei   dabei schon jahrelang mit sich, „dass St.   heit kommt ja auch alten Menschen mit dem Rollator oder Per-  ert, getreu dem Motto des Vereines „In der Gemeinschaft liegt
 der Planung von öffentlichen Gebäuden, wie   Pölten als Landeshauptstadt richtig bar-  sonen mit Kinderwägen zugute, nahezu jeder hat davon einen   die Stärke”. Der Club 81 bietet aber nicht nur gesellige Zusam-
 hier im Universitätsklinikum St. Pölten zur   rierefrei wird.”   Vorteil”, gibt sich Schoisengeyer kämpferisch, wobei er manch-  menkünfte mit Möglichkeit zur Kontaktfindung, sondern auch
 Beratung beigezogen.  Oft fehlt ihm das Bewusstsein bei vielen   mal noch immer verzweifelt, „wenn wir immer wieder und wie-  Rehabilitationshilfen und viele andere Infos und Beratung.
 EntscheidungsträgerInnen. „Man muss     der reden müssen.”
        Vor dreißig Jahren, als er etwa Holland besuchte, „waren viele
        Städte ohne Barrieren für behinderte Menschen, da konnten ei-
        nige Bürgermeister nicht glauben, dass das bei uns nicht so ist.     EINFACH   SICHER   BEQUEM
        Oder man schaut auf die nordischen Staaten und sogar in Ame-
        rika, wo wirklich nicht alles so funktioniert wie es sein sollte, ist
        das gang und gäbe.”                                    Shutterstock, ITSV        Das neue

         Prioritätenkatalog für die Stadt
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        Prioritätenkatalog, mit der Stadt und den Verantwortlichen,
 seit über einem Jahr schon für Sie da!  mit denen er ein gutes Gesprächsklima hat, aber trotzdem noch
        viele „Baustellen” bezüglich Barrierfreiheit ortet. „Die Gehstei-                      Online-
 In unserem Hagebaumarkt in Wagram bieten wir Ihnen ein    ge sind nach wie vor immer noch ein Thema.” Und auch das
 vollwertiges Baumarkt und Gartencenter Sortiment.   öffentliche Verkehrsmittel in der Stadt, der LUP-Bus, ist trotz
 Darüber hinaus ein Baustoff-Sortiment für Ihre Projekte im   prinzipieller Barrierefreiheit, öfters in der Kritik. Es beklagen   Service
 Innenausbau und Umbau.  sich immer wieder Leute, dass es zu Schwierigkeiten kommt.”
 Mein junges, motiviertes Team freut sich, Sie bei Ihren
 Einkäufen beratend unterstützen zu dürfen.                    Infos, Anträge, Bestätigungen – wann Sie wollen, wo Sie wollen. Die
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                                         Parlament nach Wien.   Von der Weiterleitung der Wahlarzthonorarnote bis zur Wochengeld-
                                         Die nächste große     bestätigung. Vom Antrag aufs Kinderbetreuungsgeld bis zum Ur laubs-
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                                         Linkes Bild oben: Club
                                         81-Obmann Josef                    www  .meinesv   .a t
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 Engelbert-Laimer-Straße 2               Schoisengeyer wurde
 3100 St. Pölten Wagram
 Tel. 02742/720 42-1100                  von Erwin Pröll mit
 www.nadlinger.at                        der Goldene Medaille
 facebook.com/nadlinger.at               des Landes NÖ - 2011
                                         ausgezeichnet.




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